Der Berliner Autor Gunnar Kunz, dessen dramatisierte Fassung der “Schneekönigin” und des “Teufel mit den drei goldenen Haaren” wir schon gespielt haben, schrieb dieses in Schottland wohl bekannte Märchen für unser Kindertheater um.
Come away, o human child!
To the waters and the wild
With a faery, hand in hand,
For the world’s more full of weeping than
You can understand. (W.B. Yeats)
Janet liebt Tam Lin. Sie fürchtet sich gleichzeitig davor, weil er ihre Knie weich werden lässt und ihr Herz dazu bringt, wie wild zu schlagen; manchmal fühlt es sich an wie sterben!
Entsetzlich! Vielleicht sollte sie die geplante Heirat doch besser verschieben!
Aber dann gerät Tam Lin unter den Bann der Elfenkönigin und wird von dieser ins Elfenreich entführt. Da fasst sich Janet ein Herz und begibt sich, ausgerüstet mit kaum mehr als ihrer Liebe und ihrem Mut, auf die Suche nach dem Bräutigam.
Die Elfen sehen es gar nicht gern, wenn ein Mensch ihren Wald betritt. Doch Janet lässt sich nicht abschrecken, deckt das düstere Geheimnis des Elfenreiches auf und wagt schließlich das Äußerste, um den Geliebten zu erlösen. Denn, wie die Schotten sagen: Alles wird zugrunde gehen, außer der Liebe und der Musik.
Tam Lins Ballade ( F.J. Child):
O I forbid you, maidens a’
That wear gowd on your hair,
To come or gae by Carterhaugh,
For young Tam Lin is there.
“Die Elfen sind ein geselliges Volk, leidenschaftlich den Vergnügungen und Lustbarkeiten ergeben.(…) Ungeachtet dieser Fröhlichkeit sind die Elfen doch neidisch auf das vollkommenere und reinere Glück der Menschen, und es liegt immer etwas Dunkles und Ängstliches in ihrer heimlichen Lust.” (Wilhelm Grimm: Die Elfen in Schottland)

Foto: t&w 
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Mit freundlicher Unterstützung von:Stiftung der Sparkasse zur Förderung der Kunst
